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JN

Dresden, „Freie Kräfte“ und JN-Treffpunkt

Adresse: Reisstraße 40, Dresden
Strukturen: JN, NPD, „Freie Kräfte“
Nutzung: Treffen, Vorträge, Materiallager

Die Reisstraße 40 liegt an der Grenze zwischen Leuben und Niedersedlitz. Das ehemalige Fabrikgelände des VEB Kosora Dresden umfasst mehrere Gebäude und Flachbauten und wird von der Firma Nestler GmbH und Co. KG vermietet. Unter anderem finden sich Proberäume, Ateliers und Firmen in dem Gebäudekomplex, desweiteren werden in Kleinanzeigen sog. „Stundenzimmer“ zur Miete angeboten. Spätestens seit dem zweiten Halbjahr des Jahres 2015 wurde die Immobilie von Nazis aus dem ehemaligen »Freie Kräfte Dresden«-Spektrum genutzt. Die Räumlichkeiten befinden sich im ersten Obergeschoss des etwas zurückgesetzten, vierstöckigen Mehrzweckhauses.

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Riesa, NPD Stützpunkt und „Deutsche Stimme“ Verlagssitz

Adresse: Geschwister-Scholl-Straße 4, 01591 Riesa
Strukturen: NPD, JN, Deutsche Stimme
Nutzung: Verlags- und Pateiarbeit, Veranstaltungen aller Art

In Riesa im Landkreis Meißen befindet sich auf der Geschwister-Scholl-Straße 4 eines der größeren Objekte der sächsischen Nazi-Szene. Bereits Ende der 90er Jahre sind Naziaktivitäten auf dem Gelände bekannt geworden. So ist unter anderem der Wahlkampf der NPD zur Wahl zum sächsischen Landtag im Jahr 1999 aus dieser Immobilie koordiniert worden. Im selben Jahr soll auch bereits die Neonazi-Band „Weiße Riesen“ dort geprobt haben.

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Döbeln, NPD-Kleiderkammer

Adresse: Dresdner Straße 32, Döbeln
Strukturen: NPD, JN, „Jugend packt an“
Nutzung: Materiallager, Geschäftsräume, Treffen

Seit September 2020 befindet sich in der Dresdner Straße 32 in Döbeln eine von Neonazis organisierte Kleiderkammer, die darüber hinaus als Ort für Hausaufgabenhilfe und Bastelnachmittage genutzt wird. Im „Laden“, der zweimal wöchentlich öffnet, werden gespendete Klamotten, Bücher und Einrichtungsgegenstände gesammelt und an Deutsche verschenkt.

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Chemnitz, Kameradschaftstreff und multifunktionaler Vernetzungsraum

Adresse: Frankenberger Straße 227, Chemnitz
Strukturen: Chemnitzer Kameradschaftsstrukturen
Nutzung: Kampfsport-Gym, Biker Bar Germania, Sitz der Chemnitzer Immobilien Gemeinschaft UG, Partys

Die Frankenberger Straße 227, ein größtenteils baufälliges, einzeln stehendes Haus am Rande der Stadt, ist das momentane Domizil Chemnitzer Kameradschaftsstrukturen, die aus den 2014 verbotenen „Nationalen Sozialisten Chemnitz“ (NSC) hervorgegangen sind.

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Gränitz, „Deutsches Haus“

Adresse: Alte Poststraße 12, Brand-Erbisdorf, OT Gränitz
Strukturen: NPD, JN
Nutzung:
Wohnraum, Veranstaltungen, Konzerte

Der ehemalige Gasthof „Haus Erzgebirge“, heute „Deutsches Haus“, wäre ein perfektes Objekt für neonazistische Veranstaltungen: Repräsentativ, groß, gut saniert, in einem Ort mit nur wenigen Einwohner:innen mitten in Sachsen. Doch der Besitzer, der ehemalige NPD-Bundesvorsitzende Günter Deckert hat bis heute keine Nutzungserlaubnis für Veranstaltungen in der Immobilie bekommen. Das Gebäude ist offiziell ein Wohnhaus – wohl nur deshalb hat sich das Haus bis heute nicht als Ort für Neonazi-Veranstaltungen etablieren können.

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Leisnig, Völkische Siedler

Adressen: Naunhof 6, Leisnig | Naunhof 18, Leisnig | Zschockau 2, Leisnig | Nicollschwitz 1, Leisnig
Strukturen: Völkische Siedler:innen, NPD, Dritter Weg
Nutzung: Wohnraum, Geschäftsräume, Strukturaufbau

Rund um die Kleinstadt Leisnig im Landkreis Mittelsachsen ist seit spätestens 2019 ein vermehrter, gezielter Zuzug von völkischen Neonazis festzustellen. Anfänge der Siedlungsbestrebungen in der Region gehen allerdings bis mindestens 2013 zurück. Wie in anderen Regionen Deutschlands zogen Neonazis hier gezielt in eine ländliche Gegend und erwarben in räumlicher Nähe zueinander Immobilien, in der Regel Bauernhöfe. Der gezielte Zuzug von langjährig aktiven Neonazis kann als Fortführung der Strategie der Landnahme verstanden werden, die in Leisnig mutmaßlich noch nicht zu Ende ist. Ziel ist es ländliche Regionen zu besetzen, um völkische Traditionen auszuleben, ohne dabei auf Widerstand zu stoßen. Dahinter steckt die Idee, dass es „im Westen“ bereits zu viele Ausländer gäbe, weswegen man gezielt in den Osten zieht. Dafür wird unter der Initiative „Zusammenrücken“ der Zuzug weiterer Neonazis beworben.

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Neuensalz-Zobes, Pension Haack

Adresse: Mechelgrüner Straße 2, Zobes
Strukturen: NPD, JN
Nutzung: Parteiveranstaltungen, Konzerte

Die Pension Haack im Ortsteil Zobes der Gemeinde Neuensalz ist schon seit Jahren ein regelmäßiger Anlaufpunkt für die Neonaziszene, insbesondere für Veranstaltungen aus dem Umfeld der NPD. Die Besitzer Uwe Haack und Beatrix Rink stellen ihre Räume regelmäßig für Parteiveranstaltungen zur Verfügung. So wurde 2010 die Eröffnung eines NPD-Bürgerbüros im etwa 10 Kilometer entfernten Plauen in der Pension gefeiert. Etwa 100 Teilnehmende kamen zusammen, um Reden damaliger Parteigrößen und neonazistischer Liedermacher-Musik zu lauschen. Der JN-Sachsentag 2013 war jedoch eine Nummer zu groß für den Pensionssaal: Über 700 Neonazis versammelten sich zu einem Rechtsrock-Konzert in Zobes. Das Grundstück stellten abermals die Pensionsbesitzer Haack und Rink zur Verfügung. Auch im Jahr 2014 hatten sie ein Grundstück für ein Nazikonzert zur Verfügung gestellt.

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Chemnitz, „PC-Records“-Laden und Nazi-Wohnprojekt

Adresse: Markersdorfer Str. 40, 09122 Chemnitz
Strukturen: NPD, JN, Kameradschaftsszene, PC Records
Nutzung: Veranstaltungen, Schulungen, Treffpunkt, Büro, Wohnungen, PC Records Ladengeschäft

Der Altbau im Chemnitzer Stadtteil Markersdorf wurde Ende 2010 vom Rechtsrockhändler Yves Rahmel erworben und innerhalb eines Jahres mit Hilfe von Kamerad:innen ausgebaut: eine Veranstaltungsfläche im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen. Regelmäßig wurde der Ort für neonazistische Veranstaltungen genutzt, insbesondere zwischen 2012 und 2014 sowie 2017 fanden Vorträge, Liederabende und politische Schulungen statt. Bereits bei der Eröffnung 2011 referierte der damalige parlamentarische Berater der NPD im Sächsischen Landtag, Dr. Olaf Rose. Weitere Referenten und Musiker waren über die Jahre u.a. Axel Möller (ex-Altermedia), Lunikoff, Act of Violence, Abdallah Melaouhi, Christian Worch und Udo Voigt.

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